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Sprechen Sie Andi?
Heute: Einfach

„Einfach fantastisch!“ dachte ich mir gestern, als ich von der Probe der „Die Wundertypen“ nach Hause kam. Und schon bin ich am Grübeln. Einfach? Also die Probe war sicherlich fantastisch, aber einfach? Wenn sie einfach gewesen wäre, dann hätten wir doch nicht proben müssen. Und überhaupt, was sagt dieses „einfach“ denn aus? Soll das jetzt „Leicht fantastisch!“ sein, „Schlicht fantastisch!“ oder etwa „Naiv fantastisch!“? Oder noch schlimmer „Einmal fantastisch!“. Klingt wie eine Bestellung oder der Kauf einer Fahrkarte. „Einmal fantastisch und zurück!“

Da das so gar keinen Sinn zu ergeben vermag, schaue ich mir also dieses Wort nochmals an: „einfach“ - „Ein Fach“. Ob es damit zusammenhängt, dass einfach alles in ein Fach eingefächert wird. Das wäre dann ja einfach, also ein Fach. In meinem inneren Auge sehe ich ein großes Fach. Jeder wirft schlicht und einfach alles ins Fach. Sorgen und Probleme, Lustiges und Entspanntes, Hobbys und Arbeit, Familie und Freunde. Einfach alles.

Das wird da jetzt aber ganz schön unordentlich im Fach. Das ist alles andere als einfach. Ich möchte wenigstens ein zweites Fach, damit nicht jeder alles in meinem Fach ablegt. Vielleicht mache ich es mir damit zu einfach. Oder doch eher meinfach? Genau, ich brauche mein eigenes „einfach“ - „meinfach“!

Das ist die Lösung des Problems. Das ist wesentlich meinfacher. Du kannst es Dir ja dann deinfach machen. Und Ihr habt es somit euerfach. Und wo ich schon dabei bin, die Probe gestern war unsfach, also unsdiewundertypenfach. Somit war die Probe gestern „Unsdiewundertypenfach fantastisch!“. Wenn ich das ganze jetzt etwas allgemeiner halten möchte, dann sag ich „Fach fantastisch“. Das ist dann noch einfacher, also meinfacher, also meinandiherrmannfach. 

Meinfach, deinfach – Fach ist für uns alle da.

Noch Fragen?

Text: Andi Herrmann / 30. November 2013