Kreativität kennt keine Grenzen...  
 

Untergang?

Mittendrin. Da, wo sich Himmel und Erde begegnen, wo die Sonne im Meer versinkt, treiben zwei kleine Boote, bewegt von den Wogen des Wassers, in ein unbekanntes Gebiet. Bewegt vom Wind der Hoffnung auf bessere Zeiten schwimmen sie in einen Strudel aus Feuer mitten im Gewässer des Lebens. Einen mächtigen Strudel, der alles, was sich hineinbewegt, nach unten verwirbelt. Er erfasst die Boote und reißt sie gemeinsam nach unten. Hinein in die Nacht. Hinab ins Ungewisse, hinab zu einem neuen Horizont, hinab in eine neue Zeit. Im Wirbel der Zeit, dem Strudel des Feuers und den Gewalten des Meeres vereinen sich die Fahrenden, übertreten die Grenze vom Alten zum Neuen. Tiefer, immer tiefer und noch tiefer taumeln die Boote begleitet vom Sturm der Finsternis, versengt vom Feuer, durchnässt von den Fluten. Dann. Ein erster Lichtstrahl scheint durch das Schwarz. Eine neue Sonne geht auf. Mehr und mehr Strahlen erfassen die bizarre, noch unbekannte Welt. Die Ungewissheit ist vorbei, der Strudel vergangen, die Wasser spiegelglatt und ein neuer Horizont erreicht.

Text: Andi Herrmann / 14. Oktober 2013